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Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke! (Epheser 6:10)

Wenn ich sage, dass dieser Vers das Rhema-Wort der kommenden Monate sein soll, dann muss ich Euch erklären, was damit gemeint ist.

Im vergangenen Jahr habe ich begonnen, mich mit dem Begriff Rhema auseinander zu setzen. In der Predigtserie „Gott vertrauen – dein Leben hat Bedeutung“ haben wir erkannt, dass Glauben/Vertrauen durch das Wort Gottes entsteht (Römer 10 :17).

Biblischer Glaube muss nicht erkämpft werden, wir können ihn nicht machen, erzwingen, hervorpressen, sondern Gott selbst schenkt uns Glauben, Glauben für unser Leben, für unsere Situationen, für unsere Nöte. Indem wir unser Augenmerk auf die Bibel richten, der Bibel unser Gehör schenken, kann uns Gott im Gegenzug mit seinem spezifischen Wort, das in unsere Situation hineinpasst und uns tief im Innersten anspricht, beschenken.

Dieses Wort nennt die Bibel mit dem griechischen Begriff Rhema. Glaube kommt aus dem Wort, wird aus diesem heraus in uns hinein geboren oder es ist kein biblischer Glaube! Denn Gott sendet sein Wort, sein Rhema, und es richtet aus, wozu Gott es gesandt hat: Nämlich Glauben zu wirken in all denen, die dieses Wort aufnehmen, es für sich persönlich zum Rhema werden lassen. Mit anderen Worten ausgedrückt: Dieser Vers aus dem Epheserbrief ist nicht mehr und nicht weniger als Gottes Reden an uns als Gemeinde: Es ist der Ausdruck dessen, was Gott von uns, von Dir und mir, von jedem Einzelnen und von der ganzen Gemeinde will, was er unter uns tun will! Es ist der Ausdruck Seines Herzens, Sein Verlangen für uns! Halleluja! Lesen wir den Vers noch einmal: “Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke!“

Paulus drückt hier verschiedene Dinge aus: Erstens einmal, Gott will keine schwachen Kinder! Ich weiß, dass es Christen geben soll, die geben sich damit zufrieden, vom Heiland erlöst worden zu sein und eines Tages in den Himmel zu kommen. Das restliche Leben hier unten ist halt bis zu diesem Zeitpunkt ein ach so schlimmer, mühseliger Pilgerlauf, von Sorgen, Nöten und Plagen schwer beladen. Kein Wunder, wird eine solche Einstellung mit der Zeit auch in den Gesichtszügen sichtbar und ist für die Umwelt nicht gerade eine ermutigende Einladung, auf derselben Strasse mitzupilgern! Bitte, versteht mich recht! Ich sage nicht, dass es im Leben eines Christen keine schwere Zeiten geben wird, dass er ständig in Triumph und Gloria, in Wohlstand und vollkommener Gesundheit über diese Erde schreitet! Das wäre wieder das andere Extrem. Aber Gott will nicht, dass wir schwächliche Jammerlappen sind, Waschlappenchristen, sondern: „Seid stark in dem Herrn!“

Wenn Er sagt, wir sollen stark sein, dann heißt das auch, dass wir es sein können! Dann bedeutet das, dass von seiner Seite aus alles geregelt und bereitet ist, dass wir in Ihm stark sein dürfen! Halleluja!
Bei Gott, in Jesus Christus liegt die Möglichkeit, ich wage sogar zu behaupten, die einzige Möglichkeit, Persönlichkeiten zu werden und zu sein und keine Abziehbildchen! Starke und schöne Menschen, deren Leben etwas von der Herrlichkeit und Schönheit Christi ausstrahlt, die für die Wahrheit einstehen und auf die man sich 100% verlassen kann. Menschen, die sich nicht zu schade sind, uneigennützig zu dienen und die nicht immer alles auf ihren eigenen Vorteil hin abwägen! Die Verbform, die hier im griechischen Grundtext steht, ist eine passive Befehlsform! Damit wird deutlich, dass wir nicht aus uns selbst heraus diese Stärke machen können. Das Gegenteil ist der Fall. Paulus sagt: »Denn wenn ich schwach bin, so bin ich stark!« (2.Korinther 12:10 b) Wieder so ein biblisches Paradox: In uns selbst müssen wir schwach werden, erst dann können wir in dem Herrn stark sein. In dieser Haltung hören wir dann den Befehl Gottes: "Sei stark in mir! Hier, ich schenke dir meine Stärke, meine Kraft. In der darfst, sollst du nun leben und die Dinge sehen, die ich durch dich tun werde!" Wenn ich schwach bin, dann bin ich stark! Nun lebe nicht mehr ich, sondern Christus lebt in und durch mich! Gott muss etwas Grosses mit uns als Gemeinde vorhaben, wenn Er uns ein solches Rhema schenkt! Der Schlüssel dazu ist jedoch deine und meine Bereitschaft, dieses Wort nicht einfach nur als ein weiteres in unser Archiv aufzunehmen, sondern es für uns persönlich Rhema werden zu lassen.

“Seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner Stärke!“ fordert uns heraus, unsere eigene Stärke aufzugeben, uns Gott ganz neu hinzugeben als Einzelne und als ganze Gemeinde, uns ihm zur Verfügung zu stellen! Dazu möchte ich Euch auch auffordern, damit wir morgen entschlossen vorwärts gehen: „Ja, Herr, wir werden stark sein in Dir und in der Macht deiner Stärke!“

 

In Liebe Verbunden

Euer Pastor Antonio Imparato